![]() | 26. Januar 2012 Unsere Worte.... eine Sprache des Lebens? Es ist so alltäglich... da sage ich etwas und mein Gegenüber beginnt sich zu verteidigen, oder zu weinen oder er erstarrt und verstummt... Unsere Worte können so machtvoll sein... sie können verletzen, oder sie können heilen... Wie geht es Euch mit einer Sprache, mit der wir oft so viel Leid anrichten, obwohl es überhaupt nicht das war, was wir eigentlich sagen wollten? Was ist Euch wichtig, wenn Ihr mit anderen kommuniziert? Gibt es Dinge auf die Ihr besonders achtet, um Worte nicht zu Mauern sondern zu Fenstern werden zu lassen? .... ..... und woran liegt es, dass unsere Sprache oft nicht zu dem führt, wonach wir uns im tiefsten sehen .. nämlich wirklich verstanden zu werden? Ich bin gespannt auf Eure Gedanken und Meinungen zu diesem Thema Herzliche Grüße Bernd (& Janka) Hier noch ein sehr schönes Gedicht darüber, was Worte sein können ..Fenster oder Mauern Ich fühle mich so verurteilt von Deinen Worten, Ich fühle mich so abgewertet und weggeschickt, Bevor ich gehe, muss ich noch wissen, Hast Du das wirklich so gemeint? Bevor ich meine Selbstverteidigung errichte, Bevor ich aus Verletzung und Angst heraus spreche, Bevor ich diese Mauer aus Worten baue, Sage mir, habe ich richtig gehört? Worte sind Fenster oder Sie sind Mauern, Sie verurteilen uns oder sprechen uns frei. Wenn ich spreche und wenn ich zuhöre, Licht der Liebe, scheine durch mich hindurch. Es gibt Dinge, die ich sagen muss, Dinge, die mir so viel bedeuten. Wenn sie durch meine Worte nicht klar werden, Hilfst Du mir, mich freizusprechen? Wenn es so schien, als würde ich Dich niedermachen, Wenn Du den Eindruck hattest, Du wärst mir egal, Versuch´ doch bitte, durch meine Worte hindurch zu hören, Bis zu den Gefühlen, die wir gemeinsam haben. |
![]() | 26. Januar 2012 Hierzu... ...fällt mir eine Weisheit von dem dänischen Philosophen, Theologen und religiösem Schriftsteller Søren Aabye Kierkegaard (* 5. Mai 1813 in Kopenhagen; † 11. November 1855 ebenda) ein: Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben. Wie wahr, wie wahr! Euer Chaos |
![]() | 26. Januar 2012 ..... und woran liegt es, dass unsere Sprache oft nicht zu dem führt, wonach wir uns im tiefsten sehen .. nämlich wirklich verstanden zu werden? Weil die Sprache allein nicht genügt und zu viele mögliche Fehlerquellen enthält. Schon allein der Vorgang Gefühl - Gedanke - Bild - Sprache im Sprechenden enthält drei Stellen, an denen zwangsweise Einschränkungen und Umsetzungen auftreten. Selbst bei perfekter Akkustik geschieht dies beim Empfänger in umgekehrter Reihenfolge, geprägt durch dessen inneren Zustand und Gefühle, die der Sender nicht vollständig kennen kann. |